Litauen: TRAKAI > die ehemalige Hauptstadt

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      Trakai, Litauens ehemalige Hauptstadt

      Die Stadt (oder das Dorf?) Trakai mit seinen rund 6000 Einwohnern liegt ungefähr 30 km westlich von Vilnius in einem malerischen Gebiet mit vielen Seen.
      Es ist sicher eine der am meisten besuchten Sehenswürdigkeiten in Litauen und meine litauischen Freunde wollten mir am letzten Tag meines Aufenthalts unbedingt noch diesen Ort zeigen.
      Es war Mitte Januar und in der Nacht fing es heftig zu schneien an. Das hinderte uns jedoch nicht, langsam und auf schneebedeckten Straßen hinauszufahren.



      Am Ende des langgestreckten Ortes mit seinen bunten Holzhäusern kamen wir endlich an die berühmte Sehenswürdigkeit: Das gotische Wasserschloss auf einer Insel im Galvesee.
      Parkprobleme gab es keine, wir waren die einzigen Besucher.
      Im Sommer dürfte der Touristenzustrom erheblich sein, die Anzahl der Souvernirläden ließ zumindest darauf schließen.

      Das Schloss und seine Umgebung zeigte sich uns im Schneetreiben zunächst nur undeutlich.







      Ein Steg führte direkt zum Eingangstor.



      Ich muss gestehen, dass mir die Winterstimmung mit all dem Schneetreiben durchaus gefiel.



      Durch das Tor betritt man den Innenhof und geht dann zur eigentlichen Burg.



      Sie wurde im 14. Jhd vom Großfürsten Gediminas erbaut und Trakai war eine Zeitlang die Hauptstadt des Großfürstentums Litauen.
      Die Burg wurde 1655 von Russen zerstört und blieb lange eine Ruine.
      Erst in den Fünfzigerjahren wurde sie wieder aufgebaut und beherbergt heute ein schönes historisches Museum u. a. mit einer bedeutenden Münzsammlung .

      Innenhof der Burg im dichten Schneetreiben







      Die Burg wurde mit roten Ziegelsteinen gebaut, die auch in den Innenräumen sichtbar sind.





      Der große Saal wird für Konzerte und kulturelle Veranstaltungen genutzt.





      In einer Abteilung des Museums wurden Geschenke ausgestellt, die wohl früher unter Fürsten üblich waren und die zeigen, welche Verbindungen es unter den verschiedenen Herrscherhäusern gab.
      Ich entdeckte u.a. eine Porzellanfigur aus der Ludwigsburger Porzellanmanufaktur, die es heute noch gibt.




      Nach der Burgbesichtigung hatte das Schneetreiben aufgehört.

      Im Außenbereich der Burg






      Vom Ufer des Galvesees hatten wir jetzt einen schönen Blick auf die Burg . Ich möchte fast behaupten, dass dieser Blick auf Burg und Landschaft sicher eindrucksvoller war als er im Sommer hätte sein können.





      Auch die Straßen im Ort waren schon wieder fast schneefrei.



      Nach einem guten Essen in einem der Restaurants direkt am See fuhren wir wieder in die Hauptstadt zurück.
      schoener-reisen.at/phpBB2/viewtopic.php?t=1489
      Ich war dankbar, dass mir meine Freunde dieses einmalige Erlebnis ermöglicht hatten.

      ELMA