Sansibar

    • AW: Sansibar

      Nachlese I

      Als deutscher Sansibar-Tourist und besonders als aus Hamburg kommend kommt man hier nicht umhin, mit der Geschichte von Prinzessin Salme konfrontiert zu werden. Sie, eine der zahlreichen Toechter des Sultans von Oman und Zanzibar, kam sie mit einem Hamburger Kaufmann zusammen, den sie heiratete und ihm nach Hamburg folgte - ihr Taufname war dann Emily, verheiratete Ruete.
      Als solche ist sie 1924 mit 79 Jahren gestorben und auf dem Ohlsdorfer Friedhof beerdigt
      (U 27, 78-89, an der Kapellenstraße gegenüber dem Freilichtmuseum).

      Ihre aufregende Biographie wird hier, auch auf Deutsch, verkauft und laesst interessante historische Rueckschluesse zu.
      Ich hab nochmal nachgegoogelt und hab unter den Links einen Hinweis auf eine Riesensauerei der kaiserlich-deutschen Regierung gefunden:

      ( ... ) Dann gerät Emily Ruete in den Strudel der deutschen Kolonialpolitik. In den Jahren zuvor hat der Deutsche Carl Peters auf oft betrügerische Weise Besitzungen für die Deutsch-Ostafrikanische Gesellschaft zusammengerafft und dabei auch im Revier von Barghash, dem Sultan von Sansibar, gewildert. Als dieser, ein Halbbruder von Prinzessin Salme, sich bei Kaiser Wilhelm beschwert, setzt Reichskanzler Bismarck Kriegsschiffe in Marsch. Mit an Bord: Emily Ruete. Von Bismarcks Plan weiß sie freilich nichts - sollte der deutschen Staatsbürgerin etwas zustoßen, wäre das ein Vorwand, um die Insel zu beschießen. Doch der Sultan gibt klein bei. Die von Peters erworbenen Gebiete des Sultans auf dem Festland kommen unter den "Schutz" des Deutschen Reichs. Fünf Jahre später verzichten die Deutschen zu Gunsten Englands auf Witu im Nordosten von Kenia und gestehen den Briten auch das Protektorat über Sansibar zu. Im Gegenzug erhalten sie den Caprivi-Zipfel im heutigen Namibia - und Helgoland.

      Quelle: nationalgeographic.de/php/maga…es/2001/10/topstory1a.htm

      Die in Deutschland häufig aufgestellte Behauptung, man hätte damals Sansibar gegen Helgoland eingetauscht, ist also grottenfalsch, ebenso abwegig die an mich nach der Reise mehrere Male gestellte Frage, ob man auf Sansibar noch Reste deutscher Kolonialbauten sieht. Es gab nie welche.


      Nachlese II

      Je länger dieser Urlaub vorbei ist, umso ambivalenter werde ich in der Frage, ob ich auf Sansibar noch länger hätte bleiben wollen. Einerseits ist es ein faszinierendes Land, so wie mich Afrika, so weit ich es bisher gesehen hab (was sich bekanntlich auf zwei Reisen, noch dazu in das gleiche Land, beschränkt), überhaupt fasziniert.

      Andererseits merke ich, dass mir, wenn man nicht aus dem Haus gehen kann, ohne gleich angebettelt oder zum Kauf irgendeines Gegenstands, den man grad nicht dringend braucht, animiert zu werden und dies auf eine ungewohnt penetrante Weise, diese Situation relativ schnell auf den Wecker geht, und ich mich irgendwann dann auch darauf freue, da wieder weg zu kommen. Wobei wir nicht, wie bei meinem 1980er Aufenthalt (der über mehr als zwei Monate ging) am Ende die Tage gezählt haben.

      Man kann nicht über Monate wie ein Luxus-Tourist leben (so gesehen war unsere Lebensumstände dort denen der Prinzesin Salme in ihrem Palast nicht ganz unähnlich), indem man zweimal am Tag im Restaurant isst, selbst wenn eine Mahlzeit billiger ist als bei uns (4000-15000 TSh = ab ca. 2,40 bis max. 10€) und größere Entfernungen nur mit dem Taxi zurücklegt. Einerseits ist es sinnvoll, einen Einheimischen, auch als Führer dabei zu haben, der sich auskennt und einen durch die verschiedenen Widrigkeiten des dortigen Lebens hindurchlotst. Andererseits kommt man sich vor wie im Glaskasten.

      Natürlich hätten wir uns ein Piki-Piki (Motorroller) oder gar ein Auto mieten können und uns selber mit Rechtslenker, Linksverkehr u.v.a. den unzähligen Straßensperren abquälen können. Ohne den Fahrer wär uns das erstmal billiger gekommen. Aber man hätte uns dann für irgendwelche nicht vorhandenden Bescheinigungen Unsummen abgepresst - selbst wenn ich mir hier rechtzeitig den für solche Fälle empfohlenen Internationalen Führerschein besorgt hätte.

      Wir haben auch so genug Bekanntschaft mit der dortigen Bürokratie machen dürfen. Z.B. muss ein Taxifahrer für jede Fahrt ausserhalb der Stadt eine Extra-Genehmigung einholen, für jeweils 1000 TSh (60 Cent, d.h. nach unseren Maßstäben wenig, aber 10.000 TSh kostet schon das monatliche Schulgeld für ein Kind, und die Meisten müssen das für mehrere Kinder abdrücken, bei einem Monatseinkommen von meistens unter 100.000 TSh), und dann kostet das Angehaltenwerden an jeder Straßensperre meistens noch einen Schein, jeweils 500-1500 TSh, ohne die geringste Rechtsgrundlage ...

      Ein paar Tage am Strand, z.B. von Nungwi am nördlichen Ende der Insel wären sicher schön gewesen, aber unter Berücksichtigung der Gesamtumstände fand ich's OK, dass es nur zwei Wochen waren und nicht länger.
      Die größte Sehenswürdigkeit, die es gibt, ist die Welt - sieh sie Dir an (Kurt Tucholsky)

    • AW: Sansibar

      Zunächst nochmals zusammenfassend ein herzliches DANKE für den Bericht, die Impressionen und Bilder von Deiner Sansibarreise.
      Ich habe sie mit Spannung verfolgt und mit den Augen "verschlungen".

      Ich bin sicher, dass es nicht viele Touristen gibt, die in einem Land wie Sansibar so reisen und so aufmerksam besondere Dinge wahrnehmen, wie es Dir bei Deinen Reisen gelingt.
      Du schaust oft "hinter die Kulissen" und hinter Türen, die manch einer von uns nicht öffnen würde ( Beipiel Schule im letzten Teil Deines Berichtes) und wenn Du dann in Deiner sachlich nüchteren Art Beobachtungen wiedergibst, so finde ich das immer sehr interessant, aber ich weiß nicht, ob ich das real auch erleben möchte. Auf alle Fälle haben wir mit Dir eine Reise in einer Weise mitverfolgt, wie sie in keinem Reiseführer zu finden ist. Und das ist für mich das Spannendste an Deinen Berichten.
      **\'6

      Nachdenklich wurde ich beim Lesen der "Nachlese II "
      Du warst "Gast" ( vielleicht nicht einmal das) bei Menschen, die völlig anders leben und wo ganz andere Maßstäbe gelten.
      Ist es nicht immer so, dass man als Tourist bei solchen Reisen nur immer so etwas wie "Zuschauer" ist - Du beschreibst es so:
      Andererseits kommt man sich vor wie im Glaskasten.


      Gibt es eine Alternative?

      Gruß,
      Elke
    • AW: Sansibar

      Elke hat es schön auf den Punkt gebracht ,

      wir haben mit dir eine Reise unternehmen dürfen - welche man ganz bestimmt in keinem Reiseführer findet.

      Du hast für uns Türen geöffnet , Recherchiert und es in klaren Worten nieder geschrieben.

      Ich danke dir für diese Arbeit , welche mit sicherheit ein kleines Highlight in diesem Forum bleiben wird.
      Liebe Grüße :auto3:



      Auch aus Steinen, die einem in den Weg gelegt werden, kann man etwas Schönes bauen.
    • AW: Sansibar

      Herzlichen Dank Grizzly,

      mit der Nachlese hast du noch detaillierter eine Antwort auf die tatsächlichen Verhältnisse gegeben. Über eine Welt , mit der wir uns im gesicherten Sozialstaat nicht annähern können. Wir wollen verstehen, aber es gelingt auf Grund unserer gesicherten Positionen mit Sicherheit nicht, wer ehrlich zu sich selbst ist.
      Man müsste selbst so ein Leben von Geburt an mitmachen um die Zusammenhänge von klein auf begreifen zu können. Ich denke nur dann könnte man mitreden. Die Machtlosigkeit des normalen Bürgers von klein auf im System zu erleben.
      Die Veränderungen die man im Lebenskampf an sich selbst verspüren würde. Die Hilflosigkeit gegeüber der wegen falscher Geburt ausgelieferten Bildungslosigkeit . Und und und.

      Was verbleibt ist allenfalls der Wille temporär mithelfen zu können, sofern der eigene Beruf es erlaubt.
      Auch hier im Ort haben wir eine Hausärztin, meine, die im Urlaub in Südamerika Hilfestellung leistet.
      Letztlich ein gerade zu leider untauglicher Versuch Elend nachhaltig , außer für Einzelne, zu mindern.

      Ja man könnte richtig tief einsteigen , aber das ist hier nicht der richtige Platzhalter, Gott sei Dank muss ich sagen.

      Ganz lieben Gruß
      Helmut
      Wer nichts weiß, muss alles glauben.
      Marie von Ebner-Eschenbach
    • Gibt es eine Alternative?

      Ich glaube nicht, liebe Elke.
      Besonders da nicht, wo man schon aufgrund des Äusseren als Tourist erkannt wird.
      Die größte Sehenswürdigkeit, die es gibt, ist die Welt - sieh sie Dir an (Kurt Tucholsky)

    • Auch hier im Ort haben wir eine Hausärztin, meine, die im Urlaub in Südamerika Hilfestellung leistet.
      Letztlich ein gerade zu leider untauglicher Versuch Elend nachhaltig , außer für Einzelne, zu mindern.

      Lieber Helmut,
      auch ich hab mir das überlegt, aber das, was ich in Tansania oder Nicaragua (das wollte ich auch mal hin, es ist nie etwas drauss geworden) machen könnte, erledigt dort die Gemeindeschwester, wenn's denn eine gibt. Vor allem hab ich Angst vor den überspannten Erwartungen, die man dort an mich richten würde - hier kann ich noch nicht mal eine Wunde nähen, sondern schicke die Leute zum Chirurgen um die Ecke.
      Die größte Sehenswürdigkeit, die es gibt, ist die Welt - sieh sie Dir an (Kurt Tucholsky)

    • AW: Sansibar

      wallbergler schrieb:


      Was verbleibt ist allenfalls der Wille temporär mithelfen zu können, sofern der eigene Beruf es erlaubt.
      Auch hier im Ort haben wir eine Hausärztin, meine, die im Urlaub in Südamerika Hilfestellung leistet.
      Letztlich ein gerade zu leider untauglicher Versuch Elend nachhaltig , außer für Einzelne, zu mindern.

      Wenn das in einem vernünftigen Rahmen gemacht wird, wie hier
      aerzte3welt.de/einsatz-als-arzt.html
      finde ich das nicht so unsinnvoll.
      So ein Projekt wär auch für mich nicht uninteressant, allein momentan kann ich mir als Selbständiger einen 6-Wochen-Urlaub (plus ein bissl Erholung danach) nicht leisten. Und ob ich körperlich dazu noch tauge, da bin ich mir auch nicht ganz sicher.
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    • AW: Sansibar

      Grizzly schrieb:

      Wenn das in einem vernünftigen Rahmen gemacht wird, wie hier
      aerzte3welt.de/einsatz-als-arzt.html
      finde ich das nicht so unsinnvoll.


      Lieber Grizzly,

      unabhängig von den jeweils persönlichen Hindernissen habe ich ja auch schon viele, viele Jahre diesen grundsätzlich überragenden menschlichen Einsatz verschiedenster Ärztinnen und Ärzte bewundert .

      Traurig stimmt mich, dass sich zwar eine nicht unerhebliche Zahl von Medizinern für die Würde der am schlimmsten betroffenen Menschen in dieser Nichtorganisation engagiert haben, letztlich aber erwartet wird, dass sie es unentgeltlich tätigen müssen.

      Wieder einmal könnte man allen mit übermäßigen Geldfluss und mit unvorstellbarem , angehäuften Reichtum betroffenen Personen zurufen, nein zu schreien, mit welchem Recht sie glauben, sich über andere zu erheben.

      O.k, es wäre nicht zielführend hier näher darauf einzugehen, eine endlos Diskussion, die letztlich zu nichts führen würde, wäre unausbleiblich.

      Und so müssen wir uns verneigen, besser ausgedrückt, so verneigen wir uns vor denen , die z.Teil ihre Gesundheit , ja auch ihre Existenz unter Umständen vernachlässigen , um den Menschen noch ein bisschen ihrer verbleibenden Restwürde zu verleihen.

      Danke dir, lieber Grizzly, dass du das nochmal angesprochen hast.
      Bist ein , so sagen wir in Bayern, das du ja von Geburt an kennst, " ein Pfundskerl", (selbstverständlich ohne Gewichtsklassifizierung, lach) höchstes Lob also.

      Lieben Gruß
      Helmut
      Wer nichts weiß, muss alles glauben.
      Marie von Ebner-Eschenbach
    • AW: Sansibar

      Bist ein , so sagen wir in Bayern, das du ja von Geburt an kennst, " ein Pfundskerl", (selbstverständlich ohne Gewichtsklassifizierung, lach) höchstes Lob also.

      Dankschee fir de Bleamerln.
      Das mit dem Pfundskerl trifft im übrigen auch auf die Gewichtsklassifikation zu :cool:
      Die größte Sehenswürdigkeit, die es gibt, ist die Welt - sieh sie Dir an (Kurt Tucholsky)

    • P.S.
      Die Wasserschildkröten von Nungwi hatte ich Euch unterschlagen - jetzt sind sie wieder aufgetaucht.

      Es gibt dort eine Schildkrötenaufzuchtstation, die man besichtigen kann (wer an Fussballfan-Artikel rankommt: Die jungen Männer, die 2007 dort arbeiteten, waren Bayern-München-Fans). Die Dorfbewohner bringen kleine (und deshalb noch nicht zum Verzehr geeignete) Wasserschildkröten, die dort aufgepäppelt und nach ausreichendem Wachstum wieder ausgestzt werden.







      P.S.
      Anscheinend ist die Station seit 2007 ordentlich gewachsen - siehe ihre HP:
      mnarani.org/
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    • Hallo grizzli,

      Danke für den Tipp, mein Sohn heiratet im naechsten Juni und die Hochzeitsreise geht nach Zansibar in die Naehe von
      Nungwi :-). Diesen Reisebericht von Dir hab ich schon vor einiger Zeit weitergeleitet ;) nun werde ich "nachlegen"
      :)
      :blume17: Grüssle von tosca


      Nicht woher der Wind weht, sondern wie man die Segel setzt, darauf kommt es an!
    • Schön dass Du den Bericht gebrauchen konntest, liebe Tosca. Wenn Dein Sohn das verantworten kann (veilleicht ist er ja 60er-Fan, dann wirds schwierig), soll er ein paar Bayern-München-Mützen oder ähnliches mitbringen, vielleicht macht er sich ein paar Freunde damit.
      Jedenfalls schon mal: Safari njema !
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    • Danke Grizzli,

      ich werd's ihm weiterleiten :) .

      Ich weiß noch gut, wie wir in Kenia damals vom Nagellack über Badschlappen, Cremes und was weiß ich noch alles an die Strandboys und Zöpfleflechterinnen verschenkt haben, die waren froh über solche Dinge. Das ist aber schon über 20 Jahre her....
      :blume17: Grüssle von tosca


      Nicht woher der Wind weht, sondern wie man die Segel setzt, darauf kommt es an!
    • Seit gestern geistert das Lind "Sansibar" von Achim Reichel durch meinen Kopf:



      Wobei ich glaub, dass Achim Reichel nie auf Sansibar war, jedenfalls nicht vor dem Lied. Das klingt eher nach Südsee. Sansibar habe ich als ein relativ streng muslimisches Land erlebt, soviel Freizügigkeit kann ich mir dort nicht vorstellen. Auch nicht 1910. Das ganze Lied ist ein feuchter Männertraum. Ein melodischer, zugegeben.


      Ich war damals auch im Hafen von Stone Town (der Fährhafen mit dem geschilderten Pleiten-Pech-und-Pannen-Programm ist woanders). Eine gespenstische Athmosphäre, wir waren die einzigen Europäer und wurden finster angeguckt, deshalb traute ich mich auch nicht zu photographieren. Schlamm auf den Wegen, ein fürchterlicher Gestand in der Luft, am ehesten von verdorbenem Fleisch. Eine Unzahl Boote im offensichtlich flachen Hafenbecken, die meisten ohne Motor. Eine große Zahl Menschen, Männer wie Frauen, standen teilweise bis zum Bauch im Wasser, mit großen Packen im Arm oder auf dem Kopf, offensichtlich warteten sie auf eine Passage.
      Wir machten, dass wir wieder raus kamen.
      Die größte Sehenswürdigkeit, die es gibt, ist die Welt - sieh sie Dir an (Kurt Tucholsky)

      Dieser Beitrag wurde bereits 2 mal editiert, zuletzt von Grizzly ()

    • Grizzly schrieb:

      Wobei ich glaub, dass Achim Reichel nie auf Sansibar war
      Bestimmt nicht.
      "Sansibar" hat für manche Menschen einen besonderen Klang.
      Für Dich natürlich nicht, weil Du ja schon dort warst und die Realität kennst.

      "Sansibar" als Synonym für einen Ort irgendwo, der Freiheit, Wohlbefinden verspricht .
      So wie es der Junge im Roman "Sansibar oder der letzte Grund" von Alfred Andersch träumt.
      Oder was hat die Kultbar "Sansibar" am Strand von Sylt mit dem wirklichen Sansibar zu tun?

      "San-si - bar"... das klingt einfach gut.

      Vermutlich hat Achim Reichel deshalb diesen Namen gewählt.

      Und warum geistert Dir gerade jetzt dieses Lied durch den Kopf?

      Liebe Grüße,
      Elke
    • Es gibt eigentlich immer irgendein Lied, das mir als Ohrwurm durch den Kopf geistert, sei es, dass ich es grad im Autoradio gehört hab, oder davon geträumt, wie jetzt: Da war ich in einem unbekannten Gebiet unterwegs, an einem großen Fluss auf dem auch Schiffe fuhren, und ich wollte unbedingt wissen wo ich eigentlich bin. Ich nahm mir vor, im nächsten Dorf danach zu fragen, und mir fiel ein, dass hier ein Schiff verkehrte, wo "den Zahlenmeister die Gonokokken verprasst" haben. Allerdings wachte ich vorher auf, wie meistens wenn es interessant wird.
      Wobei dieses Gebiet optisch mit Sansibar genauso wenig zu tun hatte, wie das im Lied.
      Und wahrscheinlich auch wie die "Sansibar" auf Sylt, wo ich noch nicht war.
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    • Schön, hier findet man immer wieder auch ferne Reiseziele/Berichte abseits vom Mainstream.
      Wo Menschen tagtäglich ums Überleben kämpfen und aus der Not eine Tugend machen und Hoffnung schöpfen.
      Möchte nicht eine politische Diskussion anzetteln, aber diesen Menschen gebührt Respekt und viel zu lange schon wird und wurde der "schwarze Kontinent"
      im Stich gelassen und nach wie vor ausgebeutet.
      Wenn ich dann die täglichen Horrormeldungen höre blutet mir das Herz und kann nicht verstehen wie unsere europäische Hymne dazu passt,
      Alle Menschen werden Brüder......
      Danke für diesen Bildbericht!